Perspektiven


Die Zukunft wird „dezentral“.


Wir sind davon überzeugt, dass sowohl im Bereich der klassischen stationären Energiewandlung (Gas- bzw. Kohlekraftwerke etc.) als auch im Bereich der mobilen Antriebssysteme (insbesondere Elektromobilität via Reichweitenverlängerungssystem) der anhaltende Trend zu kleinen, dezentralen Systemen verfestigt wird.

In beiden Hauptbereichen sehen wir dauerhafte Einsatzbereiche und nennenswerte Marktvolumina für Systeme und Entwicklungsleistungen der Euro-K GmbH.

Hierbei zeichnet sich die dezentrale, stationäre Energiewandlung einerseits durch den klassischen Bereich der meist auf internen Verbrennungssystemen für flüssige und gasförmige Kraftstoffe basierenden Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung aus, andererseits werden bisher eher zweitrangige, meist nur thermisch verwertete Energieträger, die so genannten hidden fuels, wie zum Beispiel Feststoffe (Holz, industrielle Schnittreste, Biomasse etc.) und Schwach- bzw. Mischgase (Fackelgase, Ultraschwachgase, Deponiegas etc.) eine immer wichtigere Rolle in der versorgerunabhängigen elektrischen Energiewandlung vor Ort spielen.

Durch das breite Angebot an unterschiedlichen, weit über die Turbinentechnik hinausgehenden Systemlösungen im Markt der Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung via internen Verbrennungsanlagen (Gas- bzw. Diesel Motoren, Mikrogasturbine, Brennstoffzellen, Stirling etc.) gehen wir davon aus, dass bei zukünftig steigenden elektrischen Wirkungsgraden der bereits bestehende gesunde Konkurrenzkampf unvermindert andauern wird.

Diesbezüglich ergänzend werden vorhandene Nischenmärkte im Bereich Reststoffverwertung im zukünftigen Energiemix eine nennenswerte Rolle spielen. Durch die Kombination einer Vielzahl von Vorteilen, wie beispielsweise der autarken Energiewandlung vor Ort beim Verbraucher, der Vermeidung von Reststoff-Entsorgungskosten bei gleichzeitiger preiswerter Verfügbarkeit des Kraftstoffes, der Vermeidung von Energiebezugskosten und der Minimierung von notwendigen Logistikaufwänden, werden weitreichende ökonomische und ökologische Mehrwerte im Bereich der Klein- und Mikroenergiewandler erzielt.

Um auch in Zukunft unseren Kunden die besten Lösungen anbieten zu können, verbessern wir stetig die Basistechnologie und überführen diese immer wieder in aktuelle Produkte, die den sich wandelnden Anforderungen gerecht werden.

Technologieseitig werden insbesondere Bauteillösungen, wie innengekühlte Radialturbinen auf SLM-Basis, kompakte Lanzettrohr-Rekuperatoren und Keramiklösungen für den Hochtemperaturbereich, forciert. Diese Entwicklungen ermöglichen innerhalb der kommenden Jahre eine Anhebung des elektrischen Wirkungsgrades im einstelligen Prozentbereich (Zielwert ca. 38 %el für die Leistungsklasse < 100 kWel).

Durch die Modulare Bauweise der Euro-K-Systemlösungen können diese Verbesserungen unabhängig von Leistungsgröße und Einsatzzweck in die Turbomaschinen integriert werden und erzielen somit einen umfangreichen technischen Nutzen.

Weiterhin ermöglichen diese Fortschritte, insbesondere die Hochtemperaturbauteile, die Grundlage für den Technologiewechsel hin zur Kombination aus Turbine und Hochtemperaturbrennstoffzelle (MGT SOFC). Die Umsetzung dieses Systems wird die Euro-K GmbH im Verbund mit den wissenschaftlich technischen Partnern der BTU Cottbus - Senftenberg innerhalb des kommenden Jahrzehntes bewältigen.

Die technisch möglichen Wirkungsgrade >> 60 %el bei gleichzeitiger Nutzbarkeit eines breiten Kraftstoffbandes und kompakter Bauweise ermöglicht ein weites Einsatzspektrum und deutliche wirtschaftliche und ökologische Vorteile.

Die Euro-K GmbH hat sich zum Ziel gesetzt, mit der Entwicklung der MGT-SOFC einen wichtigen Beitrag zur fortschrittlichen Energiewandlung im 21. Jahrhundert zu leisten und somit aktuellen und zukünftigen Herausforderungen mit innovativen Systemen „Made in Germany“ zu begegnen.